was bedeutet relational?

Relationale Zugänge in angewandten Sozialwissenschaften

Alice Altissimo/Florian Eßer/Andreas Herz/Stefan Köngeter

Abstract: In den angewandten Sozialwissenschaften lässt sich in den letzten Jahren verstärkt eine Bezugnahme auf relationale Sozialtheorien feststellen. Diese Sozialtheorien formulieren aus unterschiedlichen erkenntnistheoretischen Positionen heraus, eine kritische Auseinandersetzung mit essentialistischen oder substanzialistischen Theorie-Positionen. So unterschiedlich relationale Ansätze sind, ist ihnen doch gemeinsam, dass sie in der Soziologie tradierte Dichotomien (wie bspw. agency-structure; Akteur – Handlung) und Ebenenmodelle (Mikro – Meso – Makro) aufzuheben versuchen. Allerdings stoßen relationale Zugänge in den angewandten Sozialwissenschaften mehr als in den Sozialwissenschaften allgemein auf bislang noch nicht hinreichend diskutierte Probleme: So schreiben sich angewandte Sozialwissenschaften genauso in ihren Gegenstand ein wie ihr Gegenstand sich anders herum in höherem Maße auch in sie inskribiert. Diese Relationierung ist dabei nicht nur eine theoriesystematische Entscheidung, sondern auch Ergebnis eines beobachtbaren Verweisungszusammenhangs von angewandter Sozialwissenschaft und dem Bezugspunkt seiner sogenannten Anwendung. Das relaisartige Nähe-/Distanz-Verhältnis zwischen Theorien der Sozialwissenschaften und den normativen Vorstellungen in Handlungsfeldern macht die Diskussion um relationale Zugänge insbesondere in den angewandten Sozialwissenschaften zu einer spannungsgeladenen Suchbewegung, der wir gerne näher nachgehen würden.

In der Soziologie und allgemeiner gesprochen in den Sozialwissenschaften lässt sich in den letzten Jahrzehnten eine zunehmend kritische Auseinandersetzung mit essentialistischen oder substanzialistischen TheoriePositionen feststellen (Fuchs, 2001a). Die Kritik, die in den letzten Jahrzenten in den Sozialwissenschaften lauter wird, richtet sich gegen solche (erkenntnis-)theoretische Positionen, bei denen soziale Strukturen oder Ordnungen als soziale Tatbestände („fait social“) betrachtet werden, die ihrerseits auf Individuen Zwang ausüben oder zumindest das Handeln leiten. Gleichermaßen werden aber auch soziologische Positionen kritisiert, die die Bedeutung von sozialem Handeln, Akteuren oder agency in den Mittelpunkt rücken und soziale Strukturen als Ergebnis dieser sozialen Handlungen betrachten.

So stellt die Akteur-Netzwerk-Theorie (ANT) – die den Aktor-Begriff im Titel führt nur um diesen gleich wieder zu dekonstruieren (Latour, 1999) – darauf ab, den statischen Begriff der Ordnung durch den Prozessbegriff des Ordnens (Ordering) zu ersetzen. Es werden die heterogenen, pluralen, unvollständigen und sich überlagernden Prozesse des „ordering“ analysiert (Law, 1994, p. 34), in die Körper, Diskurse, Maschinen, Architekturen etc. involviert sind. Diese Ordnungsprozesse werden als zirkulierende Übersetzungen und Transformationen verstanden, durch die Soziales hervorgebracht wird. Das Soziale wird dabei zweidimensional verstanden: Es gibt keine höheraggregierten Ebenen des Sozialen, wie sie gerne mit den Metaphern von Mikro und Makro imaginiert werden, sondern Verlaufsbahnen („trajectories“), die durch Verkettungen und Übersetzungen entstehen (Latour, 2002).

Andere anti-essentialistische Sozialtheorien entwickelten sich aus Theorien, wie sie in der sozialen Netzwerkanalyse (SNA) – einem formal und überwiegend quantitativ operierenden Zugang – geprägt wurden (White, 2008). Hier werden zum Beispiel die Begriffe Person, Handlung und Kontext in Frage gestellt (Fuhse & Mützel, 2010a, p. 14) und stattdessen Identitäten („identity“) als Ergebnisse von Kontrollpraktiken („control“) innerhalb von Netzwerkdomänen („Netdoms“) rekonstruiert. „Agency“ entsteht demnach nicht in einer Person und ist auch nicht in deren habituellen Dispositionen oder sozialen Ressourcen zu suchen, sondern ist die Folge von Positionierungen innerhalb eines Netzwerks (Fuchs, 2001a). Diese Netzwerktheorien, wie sie von Fuchs und White entwickelt wurden, setzen sich von der häufig empiristisch verkürzten sozialen Netzwerkanalyse ab, die die Knoten („nodes“) in Netzwerken essentialistisch genauso als gegeben betrachten, wie die Kanten („ties“), die diese verbinden. In relationalen Sozialtheorien werden hingegen Knoten als Ergebnis von Netzwerkprozessen verstanden, durch die diesen Knoten (z.B. Personen) Handlungsfähigkeit („agency“) zugeschrieben werden. Statt also den „great divide“ von agency und structure, Mikro und Makro, Lebenswelt und System etc. fortzuschreiben (Fuchs, 2001b), erfolgt aus diesem theoretischen Zugang, eine Analyse von Relationen und wie dabei sozialen Phänomenen bestimmte substanzielle Eigenschaften zugeschrieben werden. Die Reihe dieser relationalen Sozialtheorien ließe sich noch sehr viel länger fortführen.

Bei aller Heterogenität der kritisierten Positionen als auch der vorgeschlagenen Alternativen beziehen sich diese neueren Ansätze auf den Begriff des „Relationalen“. In seinem viel zitierten Aufsatz „Manifesto for a Relational Sociology“ beschreibt Mustafa Emirbayer (1997) die weitreichenden Auswirkungen einer relationalen Ausrichtung soziologischer Theorieentwicklung. Er greift hier auf den Transaktions-Begriff zurück, wie er von John Dewey und Arthur F. Bentley (1949) entwickelt wurde. „Transaktion“ wird als ein relationaler Begriff des Sozialen verstanden, bei dem Handlungen nicht mit Untersuchungseinheiten (seien es Personen, Gruppen, soziale Klassen etc.) verknüpft werden. Vielmehr stellt der Begriff der Trans-Aktion darauf ab, ein System von Klassifizierungen zu entwickeln, „to deal with aspects and phases of action, without final attribution to ‚elements‘ or other presumptively detachable or independent ‚entities,‘ ‚essences,‘ or ‚realities,‘ and without isolation of presumptively detachable ‚relations‘ from such detachable ‚elements.‘“ (John Dewey & Arthur Fisher Bentley, 1949, p. 108).

Die Versuche eine relationale Soziologie zu entwerfen und theoretische Vorläufer zu identifizieren, sind mittlerweile zahlreich (Dépelteau, 2013; Emirbayer, 1997; Fuhse & Mützel, 2010b; Powell & Dépelteau, 2013). Sie zeigen auf, dass verschiedenste soziologische Theorien bzw. Sozialtheorien als relational bezeichnet werden können, angefangen von Karl Marx und Talcott Parsons, über Norbert Elias, Anthony Giddens, Pierre Bourdieu bis hin zu Michel Foucault und den Cultural Studies of Scientific Knowledge von Donna Haraway und anderen. In dieser Situation gehört es mittlerweile auch in der Erziehungswissenschaft und anderen angewandten Sozialwissenschaften zum guten Ton, sich relational und anti-substanzialistisch oder anti-essentialistisch zu positionieren. Doch während sich in der soziologischen Theoriebildung ein solches Programm auf die Analyse und Theoriekonstruktion beschränken kann, stehen die sogenannten angewandten Sozialwissenschaften vor zusätzlichen Herausforderungen.

Bei Sozialwissenschaften mit einem engen Bezug zu Handlungsfeldern (nehmen wir zum Beispiel die Sozialpädagogik/Soziale Arbeit, Organisationspädagogik, interkulturelle Pädagogik, aber auch Sozialpolitik oder Kriminologie) lässt sich beobachten, dass sie in ihrer Wissensproduktion stärker mit dem theoretischen, normativen und konzeptionellen Wissen der Handlungsfelder verwoben sind. Ein bekannter Mechanismus dabei ist die Auseinandersetzung um den Zusammenhang von Theorie und Praxis, durch den solche Verkettungen von Wissensproduktionen in Gang gesetzt werden. Diese Anwendungsorientierung und der Bezug zu institutionalisierten Handlungsfeldern führen dazu, dass Wissen nicht nur im Hinblick auf seine Generalisierbarkeit und auf seine wissenschaftliche Gültigkeit produziert und bewertet wird. Vielmehr reflektieren angewandte Sozialwissenschaften auch ihre Verkettungen mit bestimmten Handlungs- bzw. Anwendungsfeld.

Ein Beispiel soll die Differenz zwischen angewandten Sozialwissenschaften und ihren grundlagenorientierten Pendants erläutern: Bruno Latour (2002) konnte sich mit seinen ethnographischen Beschreibungen von Wissenschaftler_innen der Pedologie (Bodenkunde) im Amazonasbecken darauf beschränken, der Übersetzung von Bodenproben in Setzkästen, Diagramme und schließlich Bücher eine weitere Übersetzung hinzuzufügen: „Der Übergang vom Wald zur Savanne in Boa Vista setzt seine Transformationen fort. Der Bericht ist nun in die Maschine getippt und wird bald über Fax, Diskette oder elektronische Post zirkulieren. (…) Jeder Durchgang zieht Amazonien tiefer in die Pedologie hinein (…) Auch ich sitze in einem Büro, das vollgestopft ist mit Büchern, Dossiers und Diapositiven, vor der immensen Karte des Amazonasbeckens. Auch ich erweitere hier in Paris das Netz des Übergangs vom Wald zur Savanne. Er zirkuliert nun dank meiner Aktivität auch in den Kreisen der Philosophen und Soziologen. (…) Meine empirische Philosophie re-repräsentiert ihre Beweise nicht auf die gleiche Weise wie der Diskurs meiner Freunde, der Pedologen. Meine Behauptungen sind nicht so gut zurückverfolgbar, daß sie es dem Leser erlauben würden, zum Terrain zurückzukehren. (Ich überlasse es meinem Leser, die Distanz zu ermessen, die die Natur- von den Sozialwissenschaften trennt.)“ (Latour, 2002, pp. 93-94). Genau diese Distanz wird in den angewandten Sozialwissenschaften kontinuierlich zugeschüttet und wieder aufgerissen. Es ist die Distanz (oder die Nähe?), die in so unterschiedlichen Gewändern daher kommt wie z.B. der Rede über die Differenz von Theorie und Praxis, von Handlungs- und Reflexionswissenschaft, etc.

Es ist dieses Nähe-/Distanz-Verhältnis der angewandten Sozialwissenschaften, so unsere These, die die relationale Wende in den angewandten Sozialwissenschaften so herausfordernd macht. Welche Konsequenzen hat eine relationale Re-Konzeptionalisierung der angewandten Sozialwissenschaften? Wie setzt sie sich in Beziehung zu starken, in den Handlungsfeldern hochrelevanten, häufig substanzialistisch interpretierten Begriffen wie „Autonomie“, „Subjekt“, „Lebenswelt“, „gesellschaftlichen Bedingungen“, „sozialer Kontext“, „soziale Strukturen“, „Macht“, „Kind/Kindheit“, „Jugend/Jugendliche“ etc.?

Dies mag auch die Ursache dafür sein, dass die Rezeption relationaler Ansätze, vor allem aber deren systematische Rezeption, sich im Bereich der angewandten Sozialwissenschaften noch in den Kinderschuhen befindet (vgl. jedoch für die deutschsprachige Diskussion: Scherr 2013; Raithelhuber 2011; Neumann 2008). Wir beabsichtigen eine Stärkung der wechselseitigen Bezüge zur Diskussion um relationale Sozialtheorien und versprechen uns hiervon für die angewandten Sozialwissenschaften sowohl analytischen wie auch handlungsorientierenden Mehrwert:

  1. Zunächst werden hierdurch die polaren Unterscheidungen von Struktur und Handlung, Mikro und Makro, etc. in Frage gestellt, durch die angewandte Sozialwissenschaften häufig ‚ihren’ Gegenstand konstituieren (Dollinger 2008; Neumann 2008). Entgegen weit verbreiteten dichotomen oder dualistischen Wissensfigurationen bieten relationale Entwürfe eine sozialtheoretische Grundlegung, die das Zustandekommen solcher Dichotomien und Dualismen selbst in den Blick nimmt. Hieraus ergeben sich veränderte Forschungsfragen: Wer wird in Forschung und Praxis wie mit welcher Handlungsfähigkeit ausgestattet, welche ‚Strukturen’ werden explizit oder implizit als gegeben und stabil oder als veränderlich betrachtet, welche ‚Akteurschaft’ und welchen Handlungsauftrag haben professionell Agierende?
  2. Als angewandte Sozialwissenschaft geht es jedoch nicht nur um höhere Reflexivität bezüglich der disziplinären und professionellen Gegenstandskonstitution sowie des eigenen Standpunkts zu diesem. Relationale Sozialtheorien bieten vielmehr auch überzeugende alternative Antworten auf die grundsätzlichen Fragen der betreffenden Wissenschaften. So wird es etwa möglich, die Frage der Handlungsfähigkeit bestimmter gesellschaftlicher Gruppen und Akteure in Relation zu anderen handelnden Individuen, Organisationen oder materialen Gegenständen zu betrachten. Gerade die ANT erlaubt es zudem, ‚Akteure’ wie Nationalstaaten, Gesetze oder geteilte Überzeugungen mit einzubeziehen, ohne sie als ‚Strukturen’ außerhalb und entgegen soziale Netzwerke zu setzen. Beides gemeinsam führt zu einer wirklich sozialen Bestimmung menschlicher- wie nichtmenschlicher Agency. Dies ermöglicht letztlich auch wieder Fragen von Macht und Ohnmacht normativ zu stellen, ohne die jeweiligen ‚machtvollen’ Akteure (wie Kapital, Staaten oder Diskurse) im Sinne klassischer marxistischer oder psychoanalytischer Ansätze als Kräfte zu beschreiben, die unabhängig von den Handlungen menschlicher Akteure wie Naturgewalten wirken würden.

Wir möchten diese und weitere Fragen anhand von drei Dimensionen näher diskutieren: 1. Adressat_innen, 2. Profession, und 3. Forschungsmethoden. Diese drei Dimensionen sind nicht systematisch ausgewählt, sie markieren aber interessante „hot spots“ der angewandten Sozialwissenschaften, an denen essentialistische und relationale Theoriezugänge sich überlagern, durchkreuzen, sich widersprechen.

Agency

Angewandte Sozialwissenschaften sind auf die Konstruktion jener Individuen oder Gruppen verwiesen, an die sich bestimmte sozialpädagogische oder -politische Interventionen richten sollen. Insofern ist es auch nur logisch, dass die Konstruktion von Adressat_innen sowohl zum wissenschaftlichen wie auch zum professionellen Alltagsgeschäft gehört (Graßhoff, 2013). Dabei werden gerade in den letzten Jahren (wieder) Akteursperspektiven eingefordert, die eine Stärkung der Stellung der Adressat_innen sozialer Dienste bewirken.

Dieses Bemühen spiegelt sich in einer Reihe unterschiedlicher Bezeichnungen, die von Subjekt, Akteur_in oder Individuum, über Adressat_in, Nutzer_in, Klient_in oder Kund_in bis hin zu Kind, Mutter und Vater oder sozial Benachteiligte_r reichen können. Alle diese Bezeichnungen haben gemeinsam, dass sie implizit oder explizit ein präskriptives Skript darüber enthalten, wie die sozialpädagogische Institution und ihr Gegenüber im Sinne einer wie auch immer gearteten Intervention zu relationieren sind. Auch und gerade hier reproduziert sich regelmäßig ein „great divide“ zwischen intervenierender Institution und von dieser zu adressierenden Individuen. In diesem Sinne wurden beispielsweise ‚klassische’ sozialdisziplinierende Ansätze dahingehend kritisiert, dass ihre mächtigen Institutionen, die stellvertretend für „die“ Gesellschaft stünden, die Individuen nach ihren Vorstellungen formten und ihnen so jede Individualität nähmen. Allerdings reproduzierten die herrschaftskritischen Einwände gegenüber solchen auf Disziplinierung und Verhaltensmodifikation zielenden Modellen zumeist unter umgekehrten Vorzeichen: Etwa unter dem Stichwort „Empowerment“ sollten Adressat_innen in die Lage versetzt werden, die mächtigen Strukturen, wie sie durch die sozialstaatlichen Institutionen repräsentiert wurden, zu ändern. Aktuellere, weniger politisch argumentierende Ansätze setzen hingegen auf eine andere Bestimmung von Adressat_innen, in dem sie fordern, ein adäquates Hilfeangebot müsse Adressat_innen passen wie ein „Maßanzug“ oder nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip. Auch wenn das Verhältnis zwischen Gesellschaft und Individuum hier nicht explizit als Frontstellung eingelassen ist, reproduziert sich auch hier eine Dichotomie zwischen einem sich-selbst identischen Individuum und einer hiervon zunächst unabhängig operierenden Organisation, die sich – wie eben ein gut passender Anzug – an dieses Individuum anpassen könne.

Nun wurden relationale Überlegungen gerade in der Diskussion um Agency sowie in der kritischen Abarbeitung an substantialistischen Akteurskonzepten und deren Vorstellung einer autonomen Handlungsfähigkeit geschärft, wie sie diesen Konzeptionierungen vielfach unterliegen. Gemäß relationaler Sozialtheorien liegt in der Dichotomie von Akteur und Institution eine Naturalisierung sowohl der Individuen und ihrer zu bearbeitenden Problemlagen als auch der Organisation (Raithelhuber, 2011; Scherr, 2013). Adressat_innen, Nutzer_innen, Akteur_innen usw. sind in der Sozialpädagogik nicht vorgängig sondern werden erst in den Relationen hervorgebracht, die sie hierzu machen. Zugleich wird aber auch das Ensemble von Fachkräften, institutionellen Regelungen, Räumlichkeiten etc. erst in diesen adressierenden Relationen zu einem Akteur mit institutioneller Macht. Während die „Adressierung“ von Individuen gemäß ‚klassischer’ herrschaftskritischer Ansätze als Moment der omnipräsenten diskursiven und kapitalistischen Macht gesehen wurde, die sich ins Individuum einschreibt, das hiervon zumindest theoretisch befreit werden könnte, besitzen relationale Sozialtheorien keine Vorstellung eines authentischen Subjekts „hinter“ den Strukturen, das an diesen Strukturen ‚partizipieren’ könnte.

Auf der Grundlage relationaler Zugänge lassen sich die (selbst-)reflexiven sozialpädagogischen Diskussionen um einen angemessenen Begriff des „Gegenübers“ der Institution fortführen, ohne dabei von einer vorgängigen Aktanz, Subjekthaftigkeit oder Individualität auszugehen, der man mit dem Begriff gerecht werden müsste. Anstatt präskriptiv gewisse Identitäten und Eigenschaften vorauszusetzen, denen in der sozialen Intervention gerecht werden soll, geht es um die Analyse jener Agency, die in den als helfend gerahmten persönlichen Beziehungen, fachlichen Diskussionen, sozialpolitischen Maßnahmen, kurz: im sozialpädagogischen Feld (Neumann, 2008), erst hergestellt wird. Handlungsfähigkeit ist gemäß relationaler Theorien nur in den gegebenen Beziehungen und Verhältnissen möglich und es stellt sich die Frage, welche Agency und welche Akteur_innen hier hervorgebracht werden. Ferner haben relationale und posthumanistische Zugänge in diesem Zusammenhang auch die Frage aufgeworfen wer oder was analytisch überhaupt als „pädagogische Akteure“ gelten kann und soll. Dabei stoßen die Bemühungen aus dem Umfeld der Science and Technology Studies, „nicht-menschliche“ Akteure (Objekte, Körper, Diskurse, …) symmetrisch in die Analyse mit einzubeziehen (Sørensen, 2013, p. 117f.) gerade bei Vertreter_innen angewandter Sozialwissenschaften durchaus auch auf vehemente Abwehr.

Doch auch wenn auf diese Weise die Möglichkeit eine authentischen Stimme (Spyrou, 2011) infrage gestellt ist, die Individuen entgegen institutioneller Macht setzen können, bedeutet dies nicht, dass relationale Sozialtheorien gegenüber Machtfragen unsensibel wären: „Gegen das neoliberale Postulat, dass Individuen immer schon eigenverantwortlich handlungsfähig sind, ist in einer sozialwissenschaftlichen Perspektive nach den sozialen Bedingungen zu fragen, die jeweilige Ausprägungen von Selbstbestimmungsfähigkeit ermöglichen“ (Scherr, 2013, p. 237). Relationale Agency-Perspektiven öffnen den Blick dafür, welche Handlungsmöglichkeiten und Spielräume in diesen Beziehungen für die unterschiedlichen Akteure möglich sind, d.h. sie sind sensibel für die Machtverhältnisse und Ermöglichungspotentiale, die in diesen Strukturen liegen. Dabei können sie nicht zuletzt auch die Rolle ausloten, die sozialstaatliche Institutionen in Bezug auf die Agency einzelner Akteur_innen haben.

Am Ringen um einen relationalen Zugang zu Agency zeigt sich somit wieder das in angewandte Sozialwissenschaften unhintergehbar eingelassene Normativitätsproblem: Angewandte Sozialwissenschaften werden selbst zum Teil des Feldes, das sie bearbeiten und müssen deshalb aus einer relationalen Perspektive ihre eigene Agency reflektieren, die sie durch und mit ihrer wissenschaftlichen Praxis im Alltag erhalten. Sie sind unmittelbarer in die Hervorbringung der Agency ihrer Gegenstände verwoben als dies bei anderen Wissenschaften der Fall ist. Insofern müssen sie auch produktiv mit der Tatsache umgehen, dass, erstens, ihre analytischen Kategorien immer auch Handlungskategorien werden, die sich entsprechend auch in ihrer normativen Dimension ausweisen müssen. Zweitens erwarten professionelle Akteur_innen von den angewandten Sozialwissenschaften Impulse zur Veränderung von Praxis. In diesem Zusammenhang stellt sich die Frage, ob Agency eine bloß analytische Kategorie darstellt, oder in irgendeiner Form handlungsleitend in der Gestaltung und Erbringung sozialer Dienste sein kann (ebd.).

Profession

Insbesondere Professionstheorien, vor allem aber anwendungsorientierte Professionsmodelle, zeichnen sich im Allgemeinen durch eine eher substanzialistische Begriffsverwendung und Theoriekonzeption aus. In Begriffen wie z.B. Autonomie, in Operationalisierungen von Abweichungen der Norm oder in Modellierungen professionellen Handelns sind solche essentialistischen Positionen allgegenwärtig. Auch schreiben sich solche essentialistische Positionen in die Vermessung sogenannter Handlungsfelder ein, deren Zusammenhang und deren Grenzen häufig als Gegebenheiten betrachtet werden. Schließlich bestimmen diese substanzialistischen Theoriezugänge auch die Vorstellungen darüber, was pädagogisches Wissen ist und welche unterschiedlichen Wissensformen beim professionellen Handeln ins Spiel gebracht werden, zeichnet sich durch solche Essentialisierungen aus.

So wird Professionalität in pädagogischen Theoriezugängen als Wissenskonfiguration verstanden, die auf der einen Seite auf wissenschaftliches Wissen aufbaut und sich auf der anderen Seite auf das Alltagswissen bezieht. Gerade in dieser Zwischenstellung wird mit Professionalität eine Relationierung von Urteilsformen als zentrale Praktik pädagogischen Handelns betrachtet (Dewe & Otto, 2015, p. 1251). Professionswissen wird hier als Handlungswissen verstanden, das nicht aus wissenschaftlichem Wissen abgeleitet werden kann, sondern unter Entscheidungszwang eine Praxis konstituiert, die reflexiv durchdrungen werden muss, um fallangemessen handeln zu können.

Eine solche theoretische Modellierung wird in den letzten Jahren aber verstärkt durch ethnographische Studien hinterfragt (Cloos, Köngeter, Müller, & Thole, 2009). Dementsprechend zeigt sich, dass die pädagogischen Praktiken durch wesentlich komplexere Übersetzungs- und Relationierungspraktiken gekennzeichnet sind: Beobachtung, stellvertretende Deutung, Arbeitsbündnisse etc. werden sichtbar gemacht und als Prozesse rekonstruiert, bei denen nicht nur Professionelle und Adressat_innen involviert sind. Aus einer relationalen Perspektive stellt sich vielmehr die Frage, wie in diesem Prozess eine Vielzahl von Akteur_innen und ihre Vernetzungen hervorgebracht werden. Wissen wird dabei zwischen sozialen Welten prozessiert und transformiert. Eine solche praxisorientierte Vorstellung von Wissen verdeutlicht daher, dass Wissen nicht per se als wissenschaftlich, professionell oder alltäglich kategorisiert werden kann, sondern durch soziale Prozesse der Grenzziehung und -überschreitung dazu gemacht werden.

Ein damit verwandtes Problem stellt sich in der Sozialen Arbeit und der Sozialpädagogik im Hinblick darauf, wie sich die Soziale Arbeit von klassischen Professionen unterscheidet. Dabei wird Soziale Arbeit häufig von einer klinischen Professionalisierung abgegrenzt (häufig eher proklamierend als analysierend). Kritisiert wird an einer klinischen Professionalisierung, dass diese sich zu einseitig auf die Behebung von Defiziten, die mittels sozialpädagogischer Diagnostik erhoben wird und auf der Basis evidenzbasierter Interventionsverfahren bearbeitet werden, konzentriert. Eine reflexive Professionalisierung hingegen fordert ein Fallverstehen, das vom Einzelfall ausgeht, das insbesondere die Fortschritte der qualitativen Forschungsmethodologie in Anschlag bringt, das die unerwünschten Nebeneffekte des Kategorisierens berücksichtigt und nicht zuletzt kritisch die sozialpädagogische Einbettung in kontrollierende, entmündigende oder beschämende sozialpolitische Programme reflektiert. Doch auch die reflexive Professionalisierung operiert hier mit Substanzialisierungen, die sich insbesondere auch aus normativ-ethischen Überlegungen zur Autonomie von Nutzer_innen etc. speisen.

Mit Hilfe eines relationstheoretischen Ansatzes wird diese Dichotomisierung nicht überwunden, aber als interessante Grenzphänomene zu analysieren versucht. Die Frage in Bezug auf eine klinische Professionalisierung ist dann weniger, ob dies erwünscht ist oder nicht oder ob die Professionellen in der Lage sind entsprechend zu kategorisieren. Vielmehr ist es erklärungsbedürftig, wie es gelingt, dass bei einer Aneinanderreihung zahlloser Übersetzungen und Verkettungen von Übersetzungen eines Phänomens in ein anderes Phänomens, wie es beispielweise bei Diagnosen notwendig ist, eine gleichförmige Klassifizierung entsteht. Mit welchen Strategien gelingt es diese Klassifikationen stabil zu halten? Und warum gelingt es nicht? Genauso ist es erklärungsbedürftig, wie eine vom Fall ausgehende Rekonstruktion konkret aussieht, wie sich diese Übersetzungen von einem diagnostischen Verfahren unterscheiden etc. Dabei interessiert vor allem, welche Praktiken zum Tragen kommen, welche Akteur_innen dabei hervorgebracht werden, wie diese in Beziehung gesetzt werden, welche Grenzobjekte hier im Zwischenraum sozialer Welten entstehen etc.

Methoden

Für angewandte Sozialwissenschaften stellt sich die Frage nach der „wissenschaftlichen Hervorbringung“ von Akteur_innen/ Profession/ Organisation etc. und damit auch die Frage nach unterschiedlichen methodischen Zugänge. So finden sich in Forschungen Leitunterscheidungen wie Forscher_in (Subjekt), Forschungsergebnis (Objekt) und Forschungsgegenstand (Objekt). Während diese (häufig impliziten) Annahmen zur Ordnung von Forschungen in unterschiedlichen methodischen Zugängen wiederfinden (quantitativ, qualitativ), so geht der Objektivitätsanspruch der Wissenschaften ja gerade von der Unabhängigkeit von Forschungssubjekt und Forschungsobjekt aus und impliziert darüber den besagten „great divide“. Relationale Ansätze fordern Leitunterscheidungen in methodischen Zugängen heraus, wodurch deutlich wird, dass die Diskussion nicht einfach „nur“ als sozialtheoretische Auseinandersetzung zu sehen ist, sondern das alltägliche Tun von „Forschung machen“ in angewandten Sozialwissenschaften betreffen. So kritisiert Donna Haraway (Haraway, 1988) den Objektivitätsanspruch von wissenschaftlicher Forschung, da Forschungen auf der Grundlage historisch bedingter Praktiken in der Interaktion zwischen Forscher_innen, Erforschtem und einem jeweiligen Kontext (gesellschaftlich, technologisch, psychologisch), in den die Interaktion zwischen Forscher_innen und Erforschtem eingebunden ist. Dadurch entstehe „situated knowledge“, das jeweils einzig im jeweiligen Kontext „objektiv“ sein kann. Hervorzuheben ist weiterhin, dass der bloße Verweis auf Begriffe wie Beziehung, Relation und Netzwerk, wie sie in allen sozialwissenschaftlichen Methoden zu finden sind, nicht implizieren, dass Naturalisierungen, Zuschreibungen etc. umgangen sind – d.h., dass methodische Zugänge, die mit dem Label „relation“ operieren nicht gleich als relationaler Zugang im oben entworfenen Sinne zu verstehen sind. Sehr prominent wird beispielsweise wird für soziale Netzwerkanalyse gemeinhin angenommen, dass sie mit einem Fokus auf Relationen auch relational sei. Jedoch hebt Erikson (Erikson, 2013) kritisch hervor, dass für VertreterInnen des Relationalism (z.B. White, Somers, Emirbayer) „relationships are conceived as dynamic, impermanent, and contingent. They are made, unmade, and reshaped by their social context. If relations are considered to be fixed, independent of context, or prior to social context, this would simply be another version of substantialism. Much of social network analysis simply does not fit within this relational framework“ (Erikson, 2013, p. 224). Das bedeutet, dass es auch in prominenten Spielarten von Netzwerkanalysen, wie sie von Protagonist_innen eines relational turns vertreten werden, Akteur_innen ebenso wie Beziehungen gesetzt werden. Insgesamt scheinen Methoden und insbesondere angewandte Methoden damit scheinbar ohne Substantialisierungen nicht auszukommen.

Das „Relationale“ relationaler Sozialforschung liegt in der Konsequenz nicht in einer radikalen Abkehr vom Substantialismus (Nagel, 2010). Um die Herausforderung eines relationalen methodischen Zugangs aufzuzeigen, möchten wir nochmals auf die eingangs erwähnte Feldforschung von Latour und den Zugang von Law verweisen. Latour (Latour, 2002) beschreibt entlang einer Feldforschung über die Bodenbeschaffenheit im Amazonasgebiet die mannigfaltigen Arbeitsschritte von einzelnen Bodenproben aus dem brasilianischen Regenwald bis hin zu einer wissenschaftlichen Publikation. Die Alltagspraxis von Wissenschaft fasst er unter „zirkulierenden Referenz“, wobei er unter Referenz eine „die Qualität der Kette der Transformationen, die Lebensfähigkeit ihrer Zirkulation“ (Latour, 2002, p. 379f) sieht. In seiner Darstellung zeigt er auf, wie über verschiedene Formen von Sammlung, Archivierung, Systematisierung usw. Inskriptionen stattfinden, d.h. „Transformationen, durch die eine Entität in einem Zeichen, einem Archiv, einem Dokument, einem Papier, einer Spur materialisiert wird“ (Latour, 2002, p. 375), die jeweils neue Übersetzungen ermöglichen. Gerade in dieser Serie von Transformationen, die immer auch alternative Folgeschritte nach sich ziehen können, zirkuliert die Wahrheit „wie die Elektrizität entlang eines Drahtes, und zwar so lange, wie er nicht zerschnitten wird“ (Latour, 2002, p. 85). Law (1994) sieht im Forschen einen Prozess des „ordering“. Ähnlich Latours Ansatz, der vorgibt, den Draht nicht abzuschneiden, schlägt Law in seiner „modest sociology“ vor, die Ordnungsprozesse des Forschens offen zu legen, um nicht zu verdecken, was durch ordering vielleicht verdeckt werden könnte oder unvollständig ist. Das methodische Vorgehen beschreibt er als „story telling“ und Aufgabe ist es, nicht nur eine konsistente Geschichte zu schreiben, sondern auch nicht zusammen passende, alternative Erzählungen zu generieren, um so auch den Prozess des ordering offen zu legen.

In den angewandten Sozialwissenschaften spitzt sich diese Thematik noch einmal dahingehend zu, dass eine gewisse „Wahlverwandtschaft“ zwischen Forschungs- und Handlungsmethoden gibt (Bromberg, Hoff, & Miethe, 2012). Die diagnostischen oder hermeneutischen Verfahren, mit denen Phänomene erst zu „Fällen“ werden gehorchen ähnlichen Logiken wie die Methoden, mit denen die jeweiligen „Felder“ der angewandten Sozialwissenschaften beforscht werden.

Angewandte Sozialwissenschaften stehen nun aber vor der Herausforderung, dass deren methodische Zugänge ihren Gegenstand erst thematisierbar und adressierbar machen. Alternative Übersetzungsmöglichkeiten erscheinen dann als Störung in der methodisch induzierten Ordnung des Netzwerks, die Kategorisierungen bspw. anhand von Kompetenzmessungsbögen, Anamneseformulare etc. ermöglichen. Die Methoden der angewandten Sozialwissenschaften fixieren Relationierungen notwendigerweise, um Anwendungsbezug zu ermöglichen. Damit stehen sie aber aus relationaler Perspektive vor der Herausforderung, über alternative Erzählungen Distanzierungen bereitzustellen, die der erforderlichen Nähe und Fixierung von angewandten Methoden entgegenstehen.

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Das relaisartige Nähe-/Distanz-Verhältnis zwischen Theorien der Sozialwissenschaften und den normativen Vorstellungen in Handlungsfeldern macht die Diskussion um relationale Zugänge insbesondere in den angewandten Sozialwissenschaften zu einer spannungsgeladenen Suchbewegung. Im Finden der wechselseitigen Bezügen möchten wir – wie oben skizziert – zunächst zwei Kernthemen herausheben: 1. Wie verändern relationale Zugänge jenseits von dichotomen oder dualistischen Vorstellungen Wissensfigurationen in den angewandten Sozialwissenschaften? 2. Wie kann mithilfe relationaler Zugänge die Frage der Handlungsfähigkeit auch in den angewandten Sozialwissenschaften reformuliert werden?

Diese beiden Fragen möchten wir zunächst entlang der drei Dimensionen, Adressat_innen, Profession und Forschungsmethoden diskutieren.

Folgende und weitere Fragen sind uns hierbei diskussionsleitend:

  • Wie können unter einer relationalen Perspektive sowohl analytische als auch handlungsorientierende Generalisierungen vorgenommen werden?
  • Wie erlauben relationale Perspektiven das Nähe/Distanz-Verhältnis der angewandten Sozialwissenschaften zu beschreiben und zu analysieren?
  • Wie lassen sich mit relationalen Zugängen die Agency der angewandten Sozialwissenschaften (Normativitätsproblem) analysieren und reflektieren?
  • Und wer sind die Akteur_innen angewandter Sozialwissensschaften, wenn sich diese Agency gemäß relationaler Theorien erst in der Relation zwischen „Gegenstand“ und „Beobachter_in“ ergibt (John Dewey & Arthur F. Bentley, 1949).

 

Literatur

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